NATUR UND UMWELT

Auch als überzeugte Sozialdemokratin schlägt mein Herz ein bisschen grün. Dabei meine ich weniger Parteiprogramme, sondern konkretes Handeln. Das fängt nämlich bei jedem einzelnen und im Kleinen an: Nachhaltig zu leben, Müll zu vermeiden und so wenig Einwegplastikprodukte zu verwenden wie möglich.

Dafür habe ich u.a. die landesweite Aktion „Jute statt Plastik“ angestoßen: viele Bürgerinnen und Bürger im ganzen Land tauschten hunderte Plastiktüten gegen Jutebeutel. Durchweg positiv reagierten viele Eichwalder und Zeuthener auf die Tauschaktion, zu der ich auf den Wochenmärkten in Eichwalde und Zeuthen unterwegs war. Insgesamt wurden bei der Aktion alleine in Zeuthen und Eichwalde über 250 Jutebeutel gegen alte Plastiktüten eingetauscht.

Auch bei meiner Arbeit als verbraucherpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion dreht sich vieles um solche Themen. Im Landtag unterstütze ich die neuen EU-Richtlinien für die Verbote von Plastik-Einwegprodukten. Dadurch und durch die Verpflichtung des Handels, umweltschädliche Plastiktüten nur noch gegen eine Gebühr abzugeben oder komplett aus den Läden zu verbannen, sind wir auf einem sehr guten Weg unsere Umwelt zu schützen. Wie bisher werde ich mich weiterhin für die Reduzierung des Plastikverbrauchs einsetzen und stark machen. Nicht nur in den Weltmeeren, sondern auch auf unseren Äckern, am Straßenrand und entlang von Bahntrassen liegen Unmengen an Müll und Plastik. Um die Ernsthaftigkeit dieses Themas auch für Brandenburg zu unterstreichen, wollen wir im Juni 2019 im Landtagsplenum einen entsprechenden Antrag zur Plastikmüllvermeidung beschließen, der viele konkrete Punkte aufzählt, mit denen wir weiter kommen.

Auch bei Essen und Ernährung schlägt mein Herz grün. Als Mutter zweiter kleiner Kinder sind mir Regionalität und Saisonalität Herzensanliegen – ich möchte, dass unser Essen gute Qualität hat und nicht tausende Kilometer durchs Land fahren muss! Deshalb bin ich stolz darauf, dass wir in Brandenburg 12 % Öko-Landbaufläche haben und damit bundesweit einen Spitzenplatz einnehmen! Und weil dieses gesunde Essen auch unbedingt in die Schulen und Kitas gehört, mache ich mich seite Jahren dafür stark, die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung mit finanziellen Mitteln und Personal auszustatten. Besonders am Herzen liegen mir die Lokalen Tafelrunden im Land: in Eichwalde und Umgebung hieß unsere erste Tafelrunde „KostBar“ und war wirklich ein Spitzenerfolg! Auch das Brandenburger Schulobstprogramm habe ich mit angeschoben und bin froh, dass viele Kinder im Land gesunde Äpfel auf die Schulbank bekommen.

Diese Themen bestimmen natürlich auch meine parlamentarische Arbeit: in Arbeitskreisen, in Ausschüssen, in Plenarsitzungen und in den dortigen Reden.

  • Kleine Anfrage „Brandenburgs Ökolandbau deckt den Tisch – mit mehr Produkten in Spitzenqualität“ (Drucksache 6/10770)
  • Kleine Anfrage „Unterstützung Lokaler Tafelrunden durch das Land Brandenburg“ (Drucksache 6/8183)
  • Kleine Anfrage „Schulobstprogramm im Land Brandenburg“ (Drucksache 6/6586)
  • Antrag „Qualitätsoffensive für die Verpflegung von Kindern und Jugendlichen“ (Drucksache 6/4560)

 Anteil der Öko-Fläche an der landwirtschaftlichen Nutzfläche im Land Brandenburg (Quelle MLUL Land Brandenburg) 

Nicht nur in meinem Zeuthener Garten blüht und summt es wie verrückt zwischen Frühjahr und Herbst. Auch auf Kreisebene soll es demnächst noch viel naturnäher zugehen als bisher schon. Deshalb unterstützen wir im Landkreis die Initiative „Deutschland summt“, bei der in erster Linie die Themen biologische Vielfalt, Bienenschutz und Naturraumentwicklung ganz groß geschrieben werden. Fantastische Projekte werden in diesem Rahmen auf die Beine gestellt. Und wer sich mal damit beschäftigt hat, wie immens wichtig Bienen für unser Ökosystem sind, der ist mit Sicherheit auch dabei und tut was für die Umwelt, die wir unsere Jugend und unseren Kindern hinterlassen.

Stichwort Jugend: Ich finde es klasse, wenn schon unsere Kinder mit einem Gespür für Umwelt aufwachsen. Die drei Jugendlichen vom Schiller-Gymnasium in Königs Wusterhausen, die den „Jugend forscht“-Landeswettbewerb in Brandenburg gewonnen haben, machen mir Hoffnung. Das Projekt: „Mikroplastik im Abwasser“ zeigt, wie wichtig die Auseinandersetzung im Umgang mit unserer Natur und unserer Wegwerfgesellschaft ist. Weniger Plastik mehr Recycling. Ich hoffe, dass wir an solche Projekte anknüpfen können und diese weiterentwickeln. Uns die Auswirkungen unseres Handels vor Augen halten. Umdenken. Ich werde weiter dafür kämpfen, dass unsere Kinder im Grünen aufwachsen können.

Besonders beeindruckend finde ich, welchen Schwung die „Fridays for future“-Demonstrationen genommen haben. Einfach toll! Wenn sich Schülerinnen und Schüler aufmachen, um den Erwachsenen die Augen in punkto Klimaschutz zu öffnen, dann sollten viele Erwachsene vielleicht wirklich mal drüber nachdenken. Tolles Engagement der jungen Leute, auch wenn man natürlich drüber diskutieren kann, ob dauerhaftes Schuleschwänzen am Freitag der richtige Weg ist.