Was hilft wirklich? Was kann man tun? – Tina Fischer trifft Polizeichef Christian Hylla zum Thema Fahrraddiebstahl

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Vielen ist es schon selbst passiert. Und garantiert kennt auch jede/r jemanden im Freundes- und Bekanntenkreis, dem es schon passiert ist: man kehrt zu seinem angeschlossenen Rad zurück und findet maximal noch das aufgebrochene Schloss vor. Fahrraddiebstähle haben Konjunktur in der Region und in den Städten und Gemeinden mit Bahnhöfen oder S-Bahnhöfen ist es besonders schlimm. In der Zeitung wurde schon vielfach dazu berichtet und wer sich in den Sozialen Medien umschaut entdeckt auch regelmäßig neue Debatten über verschwundene Räder von Bahnhöfen oder aus Kellern. Deshalb traf sich Tina Fischer kürzlich am S-Bahnhof mit Christian Hylla, dem Chef der Polizeiinspektion Dahme-Spreewald. Es ging um geklaute Fahrräder, um das Sicherheitsgefühl der Menschen und um Methoden und Tricks der oft gut organisierten Diebesbanden. Aber auch um „Gelegenheits-Diebe“, die z.B. manchmal einfach nur schnell ein Rad mitnehmen um von der S-Bahn nach Hause zu kommen. Was die reinen Zahlen angeht, schwanken die Fahrraddiebstähle hin und her: in Zeuthen etwa kamen 2017 109 Räder weg. 2016 waren es 135; 2015 aber nur 62. Noch wesentlich mehr Räder kommen zahlenmäßig in Eichwalde (2017: 121) und Königs Wusterhausen (2017: 334) weg. „Wobei das natürlich aber nur die bei der Polizei angezeigten Fälle sind“ so Polizeichef Christian Hylla. „Welche darüber hinaus gehende Dunkelziffer es noch gibt, können wir nur vermuten.“

Wie sich deutlich herauskristallisierte sind viele Räder einfach zu schnell zu knacken. Deshalb auch der Aufruf der Polizei an die Bevölkerung: „Das wichtigste beim Schutz Ihres Eigentumes sind die Schlösser! Gerade dünne, einfache Schlösser bekommen Diebe teils sogar ohne jegliches Werkzeug auf. Alle, die ihr Rad am Bahnhof parken, sollten sich ein ordentliches und stabiles Schloss zulegen“ appelliert Polizist Hylla an die Radler. „Und wer ein hochwertiges Rad besitzt, der sollte damit einfach gar nicht zum Bahnhof fahren.“ macht der Polizeichef deutlich. Auf der anderen Seite geht es natürlich auch sehr viel um die ganze Palette der Prävention: wie viel Sinn machen z.B. Kameraüberwachungen? Was fängt man mit den aufgenommenen Bildern an? Wer wertet diese aus? Welchen Nutzen haben Hinweisschilder an Bahnhöfen? Was bringen Fahrradcodierungen und was lässt sich mit GPS-Tracking erreichen? Aus diesen und vielen weiteren Fragen entstanden im Gespräch gute Ideen und Ansätze. „Dazu wollen wir zwischen Politik und Polizei vor Ort weiter im Gespräch bleiben und uns demnächst wieder treffen. Jetzt müssen wir erstmal klären, wer was machen kann und wo vielleicht auch für die Polizei noch Handlungsoptionen bestehen.“ so Tina Fischer abschließend. „Auf jeden Fall ein großes Dankeschön an die Polizei, dass sie im Interesse aller Radfahrer in unserer Region weiter an dem Thema dran ist!“