Ab August 2020: Mehr Personal für die Kindergärten in Dahme-Spreewald

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Die Kindergärten im Landkreis Dahme-Spreewald können zum Sommer mehr Erzieherinnen und Erzieher einstellen. Das sieht die anstehende Neufassung des Kita-Gesetzes auf Landesebene vor, wie die SPD-Landtagsabgeordneten Ludwig Scheetz und Tina Fischer mitteilten. Auf eine Erzieherin kommen gemäß dem verbesserten Personalschlüssel vom 1. August dieses Jahres an nur noch zehn Kinder statt bisher elf. „Die Gruppen von Kindern im Alter zwischen drei und sechs Jahren können damit kleiner werden“, so Ludwig Scheetz. „Das ermöglicht eine bessere Betreuung und mehr Bildungsangebote in den Kindergärten. Auch wird es leichter, auf individuelle Bedürfnisse der Kleinen einzugehen. Für alle Eltern ist das eine gute Nachricht.“

Die Gruppen in den Kindergärten werden seit einigen Jahren immer kleiner: Von früher 13 Kindern pro Erzieher/in ist der Personalschlüssel auf gegenwärtig 11:1 verbessert worden. „Das ist ein guter Prozess und jetzt geht es weiter auf die nächste Stufe“, freut sich Tina Fischer. „Wir sind zuversichtlich, dass zum Sommer genügend neue Beschäftigte eingestellt werden können. Jetzt können wir davon profitieren, dass wir im Landkreis Dahme-Spreewald Vorreiter waren und seit 2019 eine eigene, kostenfreie Erzieherausbildung anbieten.“ Ludwig Scheetz ergänzt: „Es wird sich auch positiv auf unsere Personalsituation im LDS auswirken, dass wir künftig auch die Kosten der Azubis übernehmen, die außerhalb des Kreises eine Erzieherausbildung absolvieren. Denn damit verpflichten sie sich, hinterher einige Jahre im Kreis und damit in unseren Einrichtungen zu bleiben.“

Eine Verbesserung des Personalschlüssels war auch eine Forderung des Kitaleiterinnen-Netzwerks in den Nord-Gemeinden des Landkreises. Die Kita- und Hortleitungen aus Zeuthen, Eichwalde, Wildau und Schulzendorf hatten im Frühjahr 2019 einen Forderungskatalog zur Qualitätssicherung in ihren Einrichtungen veröffentlicht und trommeln seitdem vielerorts – u.a. im Internet mit einer Online-Petition – für ihr Anliegen. „Klasse, dass wir mit dem Betreuungsschlüssel ein erstes Anliegen der Kitaleiterinnen schon mal angehen konnten.“ freut sich Tina Fischer.

Abschließend weist Ludwig Scheetz noch darauf hin, dass auch für die kleineren Kita-Kinder eine Verbesserung in Arbeit ist: „Vom kommenden Jahr an soll der Personalschlüssel in der Krippe schrittweise von fünf auf vier Kinder pro Gruppe sinken, sofern ausreichend Fachkräfte verfügbar sind. So ist es im Koalitionsvertrag für diese Wahlperiode vereinbart. Geplant ist außerdem eine grundlegende Reform des Kita-Gesetzes, um Zuständigkeiten und Finanzierungsfragen neu zu regeln.“ Die jetzt erarbeitete Novelle enthält auch das Angebot an Kommunen, die Rechtssicherheit ihrer Kita-Satzung zu erhöhen, indem sie sich an einem Mustervorschlag der Landesregierung orientieren. In der Vergangenheit hatten Kita-Satzungen an mehreren Orten für Streit zwischen Eltern und Gemeinde gesorgt.