MOBILITÄT

Mobilität ist Lebensqualität! Aber das Thema „Mobilität“ ist gerade in unserer Region so komplex, dass man darüber eine Doktorarbeit schreiben könnte. Ich verstehe darunter nicht nur den Ausbau von Straßen und Radwegen und Investitionen in Asphalt und Beton, sondern es geht mir um eine nachhaltige Mobilität, die dem Menschen mit seinen individuellen Bedürfnissen mehr Bewegungsfreiheit gibt.

Und natürlich ist viel beim Thema Radwege passiert, aber es ist längst noch nicht soweit, wie wir es brauchen. Noch immer fehlen die straßenbegleitenden Radwege an der L400 und L402 im Raum Schönefeld-Wildau-Zeuthen. Und ich finde es gut und wichtig, dass wir touristische Radwege für die Wochenendtour haben, aber noch wichtiger finde ich gut ausgebaute Schulradwege.

Anschluss an Berlin: Gerade für unsere S-Bahn-Gemeinden ist der Anschluss an Berlin von zentraler Bedeutung. Bei meinem Treffen mit Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel und Schönefelds Bürgermeister Dr. Udo Haase waren wir uns schnell einig, dass es keine Alternative zur U7-Verlängerung nach Rudow gibt, um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden und die Weichen für die Zukunft zu stellen.

Neue Konzepte müssen her! Mit dem heutigen Linien-Angebot von Bussen und Bahnen erreichen wir nicht genug Menschen, die Busse und Bahnen nutzen wollen oder müssen. Und dass, obwohl wir mit dem letzten Nahverkehrsplan des Landkreises 480.000 zusätzliche Fahrplankilometer pro Jahr beschlossen haben, die auch unserer Region zu Gute kommen. Es liegt auf der Hand, dass neuartige Konzepte und innovative Mobilitätsformen in den öffentlichen Verkehr integriert werden müssen. Im Jahr 2020 erfolgt die Fortschreibung des Nahverkehrsplans und schon heute stehe ich im regelmäßigen Austausch mit dem Landrat und der RVS, um weitere Verbesserungen, wie zum Beispiel U-Busse, Bürgerbusse, Arztbuslinien und ähnlich individuelle Angebote zu erreichen.

Heute für morgen planen. Ich habe gerade für uns im Speckgürtel eine klare Vorstellung davon, wie die Mobilität in Zukunft aussehen muss; E-Mobilität gehört für mich natürlich dazu. Gegen verstopfte Straßen und volle Bahnen helfen nur eine Ausweitung des Linien-Angebots, eine dichtere Taktung von Bussen und S-Bahnen sowie der Lückenschluss zwischen den einzelnen Knotenpunkten.

Letztlich gehört auch eine gut ausgebaute digitale Infrastruktur dazu, um die „letzte Meile“ zum und vom Bahnhof oder in den Randzeiten ohne eigenen PKW zurückzulegen. Das Smartphone schafft die Voraussetzung, um hier auf Mitfahrgelegenheiten, Taxi, Car-Sharing oder auch Rufbusse zurückzugreifen.